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Budō – Bujutsu – Karate Kunst

Budō 武道 – der Weg des Kriegers – wird nach meinem Empfinden völlig sinnwidrig für alle

asiatischen (jap.) Kampfkünste genutzt. Sei es drum – ich möchte mich nicht als Linguist

profilieren, es war nur eine Anmerkung.


Bujutsu 武術 – die Kunst des Kriegers – beinhaltet all das , was in der Karate – Kunst als

Inhalt vermittelt wird. Keine sportliche Variante, sondern eine Selbstverteidigung mit allen

Konsequenzen...eben Kriegskunst!


Das Sportkarate ist nur ein Abklatsch der Möglichkeiten, die in der ursprünglichen

Selbstverteidigung vorhanden waren. Das gilt auch für den Kyokushin – Stil.

Übrigens ist im gleichen Atemzug auch das Selbstverteidigungs-System „Krav Maga“ zu

nennen, dass von Imrich Lichtenfeld aus dem jap. Jiu Jitsu 柔術 abgeleitet wurde.

In Europa zu mindestens als reine Sportform mit Sandsack und Pratzentraining degradiertes „Kickboxing“- System, das mit Kampfkunst nicht mehr viel zu tun hat.



Vorbereitende Übungen für die Kata Hakutsuru-Ken

Baihequan - jap. Hakutsuru-ken,

aus dem südchinesischen Shaolinboxen (Weiße-Kranich-Faust)


Diese Bewegungen, die auf einen sehr Fremdartig wirken kann,

imitieren den Kranich in seiner vollen Eleganz und Mystik.

Hakutsuru-Ken gilt als die geheimnisvollste und bedeutendste Kata...



Zurückkehrend zu dem Begriff „Karate-Kunst“ muss man, wie schon in einigen anderen

Artikeln dargelegt, zu den Ursprüngen nach China und vor allem nach Indien

zurückgehen.Die damals entwickelten Techniken zielen darauf ab, mit möglichst wenigen

Bewegungen den Gegner völlig Kampfunfähig zu machen oder sogar zu töten.Kenntnis

Vitaler Angriffspunkte, die Entwicklung der Mentalenergie (Qi) ist, neben anderen viel tätigen

Bewegungsformen absolut notwendig. Qi wird hier oft als ´Lebenskraft' oder 'Energie'

übersetzt, doch Qi hat weit mehr Bedeutung als man denkt. Als Melodie des Universums,

sichtbar und zugleich unsichtbar steckt das Qi in allem, das existiert.


Auch für Karatekas, die im Sportkarate schon einige Erfolge verbuchen konnten, ist ein

völliges Umdenken und neu erlernen wichtig. Wer sich weiterentwickeln will kommt an dieser

Erkenntnis nicht vorbei.

Ich bin seit 60 Erdenjahren im Kyokushin Karate zu Hause und relativ bekannt in der

Karate-Welt. Mit meiner `Neuausrichtung`, mit der ich vor ca. 15 Jahren begonnen habe

erkenne ich „step by step“, dass ich noch extrem viel zu lernen habe.


Der Weg ist mühsam und lang. Aber jede Minute, die ich in das Erkennen der übergeordneten Prinzipien investiert habe, waren es wert. Frei nach dem lat. Ausspruch:

´ Cui bono ` - wem nützt es, kann ich nur sagen, die Erkenntnis auf allen Ebenen ist nicht mit Geld zu bezahlen.


Wer wirklich etwas dauerhaftes lernen will, sollte darüber nachdenken. (oder nicht)


Tempus Fugit – Die Zeit vergeht !


Sensei

Ingo Freier








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